Für die aktuelle Fahrradstudie 2025 haben DEKRA und Ipsos deutschlandweit 1.000 Fahrradfahrende zu ihrem Verkehrsverhalten, ihren Erwartungen und ihrem Sicherheitsbewusstsein befragt. Erschreckend niedrig: 39 Prozent der Umfrageteilnehmer fühlen sich unsicher oder sehr unsicher im Stadtverkehr. Auf Landstraßen ist dieser Wert nur geringfügig niedriger.
„Gründe“ gegen den Helm
Etwa zwei von drei Radfahrern besitzen einen Fahrradhelm – was aber nicht bedeutet, dass sie diesen immer tragen. In Zahlen: 30 Prozent tragen ihn häufig, 11 Prozent selten und 3 Prozent nie. Die häufigsten Ursachen hierfür: fehlender Bedarf, „ungefährliche“ Kurzstreckenfahrten und ästhetische Gründe wie etwa eine Helmfrisur.
Dass diese Argumente kaum stichhaltig sind, belegt beispielsweise eine Meta-Analyse aus 2023: Fahrradhelme reduzieren Kopfverletzungen sowie Hirntraumata erheblich — das Risiko sinkt um rund 60 Prozent gegenüber ungeschützten Radfahrern.
Was kann verbessert werden?
Die wichtigsten Aspekte wurden sowohl im Stadtverkehr als auch auf Landstraßen ähnlich gewichtet: Die Befragten fordern mehr und breitere Radwege sowie ein separates Radwegenetz, das vom Straßennetz abgekoppelt ist. Auch bei der Qualität des Bodenbelags auf Radwegen und Verkehrsstraßen gibt es noch Luft nach oben. Ein Problem, das besonders Pkw-Fahrer in der Innenstadt betrifft, stellt sich Radfahrern hingegen kaum: Der Ausbau von Fahrradparkplätzen steht auf dem letzten Platz.






